ambulante künstliche Ernährung
Eine künstliche enterale oder parenterale Ernährung ist heute ambulant ebenso sicher und effizient durchführbar wie unter stationären Bedingungen. Eine klare Indikationsstellung, eine gründliche Vorbereitung und eine qualifizierte Schulung sind Voraussetzungen. Alle Beteiligten müssen gut informiert und aufgeklärt sein. Im Verlauf sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen, Überprüfung der Indikation und Anpassungen der Therapie unabdingbar, um eine optimale und komplikationsarme Behandlung zu gewährleisten. Immer müssen bei der Durchführung einer Ernährungstherapie auch Grund- und Begleiterkrankungen berücksichtigt werden.
Die häusliche Behandlung bedeutet für die betroffenen Patienten einen Zugewinn an Autonomie und besseren Kontakt zu Angehörigen und Freunden und damit eine eindeutige Verbesserung ihrer Lebensqualität.
Die Einleitung und Durchführung einer Ernährungstherapie im häuslichen Bereich ist jedoch organisatorisch und inhaltlich komplex und aufwändig. Dieser - auch zeitliche - Aufwand ist häufig von einer Hausarztpraxis alleine nicht zu leisten.


